T-Time: Gedanken zur eigenen Mitte.

Aktualisiert: Jan 5




Der Weg zur eigenen Mitte geht nicht selten über Umwege. Nicht selten geht er über Umwege und Abzweigungen, die wir gemäß außen gesetzter Maßstäbe und Normen einschlagen. Wir sollten uns selbst immer wieder auf die Füße schauen, ob wir nicht unvermittelt auf Abwegen gehen, die vielleicht zu einer fremden Mitte führen, die gar nicht zu uns gehört.

Deine ganz individuelle, eigene Mitte, ist eben nicht einfach ein Durchschnitts- oder Richtwert der Gesellschaft, kein genormtes Mittelmaß. Anderen mögen dich inspirieren können indem sie dir aufzeigen, wie sie "inmitten ihres Lebens stehen" - und wir sollen und wollen durchaus voneinander lernen in dieser Hinsicht. Aber keiner außen dir kann den Pfad in deine Mitte legen - sie liegt ganz bei und in dir.

Und so lange du das nicht erkannt hast, bist du maximal mittelmäßig, statt gemäßigt in deiner Mitte. Was dich persönlich zurück in deine Mitte bringt, gilt es täglich neu zu entdecken und zu pflegen.

Ja näher wir an dieser Mitte bleiben, desto ausgeglichener sind wir. Aber das Leben ist eben nicht nur mittelmäßig - sondern schlägt, wie ein Pendel, mal mehr und mal weniger in die zwei entgegen gesetzten Richtungen des Lebens (Polaritäten) aus:

Polaritäten wie Aktion und Kontemplation,

Intuition und Ratio,

Alleinsein und Gesellschaft,

Gewohnheit und Neuheit,

Bewerten und Gelten-lassen,

Absolutes und Relatives,

Logisches und Paradoxes Denken,

Zweifel und Selbstsicherheit,

Be-greifen und Los-lassen...


Und für alles gilt: Das Leben wird sich nie unendlich weiter in nur eine Richtung bewegen.

Indem wir uns dieser Natürlichkeit der Pendelbewegungen bewusst werden, diese akzeptieren und den "Schwung mitnehmen", können wir mit dem Leben mitgehen und uns in unserer Mitte immer wieder einpendeln. Und egal ob du dich selbst gerne in den Extremen bewegst oder das Leben dich dorthin bewegt -

lerne deine persönlichen Werkzeuge kennen und nutzen, wie du dich immer wieder in deine eigene Mitte bewegen kannst.


Und wenn das auch mal bedeutet, einen nach ganz viel "Binge-Thinking" oder "Binge-Working" einen "Netflix-Binge-Watching" Tag einzulegen, ist das auch völlig in Ordnung - wenn du daraus Kraft schöpfst und es ganz bewusst machst.


Denn wenn wir hingegen in einen völlig unreflektierten, automatisierten "Kompensationsmodus" flüchten, kann es sein, dass wir eher noch weitere von unserer Mitte abdriften.

Entdecke und (er)lebe deinen dynamischen, täglich neuen Mittelweg. Und gehe auf ihm mitten durchs Leben. Und am nachhaltigsten geht das sogar ganz unmittelbar - sprich ohne Mittel von Außen, nur über deine inneren "Mitte-Mittel".


Wenn die Horizontale auf die Vertikale trifft,

man selbst als Dreh- und Angelpunkt dem Leben begegnet,

wenn wir "mitten im Leben stehen",

wenn wir mit dem "dritten Auge sehen":

In unserer Mitte können wir immer wieder Kraft schöpfen und auf alle Richtungen zugehen.




In der Mitte am vielseitigsten: Denn von da aus haben wir den besten Zugriff zu allen Richtungen. Genau in der Mitte liegt der Nullpunkt - unser Ursprung, Einigkeit, Ganzsein.

Und klar, wir alle haben unsere Charakterzüge, dynamische Lebensumstände und Werte, durch die wir niemals starr in der Mitte und ohne "Neigungen" verharren.

Doch du kannst dir ziemlich sicher sein, dass das Leben für dich auf der jeweils "anderen Seite" noch viel mehr zu bieten hat - sprich, wenn du dich von deinem jetzigen Standpunkt Richtung Mitte bewegst.

Je weiter außen und je starrer deine "Standpunkte" an den Polaritäten liegen, desto größer auch deine Komfortzone, und desto kleiner deine derzeitige Möglichkeit zur Vielseitigkeit.

Halte deine Komfortzone minimal, und damit deine Bewegungsfreiheit maximal.



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