Reflexionen zu Traditionen.




Traditionen.

Ein Wort das mir bis dato stets

so schmeckte wie ein trockener Keks:


Altbacken, dörr und unflexibel

zu Knacken nur mit Gehorsam zur Bibel.


Für Konservative statt Superlative

Für Imperative statt Initiative

Für un-hinterfragend und kleinkariert

Für Wandel beklagend und zwangs-maskiert -

Für all das standen sie für mich

gar starr und unverbesserlich -

die Traditionen, so dachte ich,

doch heut hinterfrag ich diese Sicht.


Gerade in dieser dynamischen Zeit,

voll neuer Regeln und "Un-üblichkeit"

Wo Viren passieren die Körperpforten

Corona und sonstige Konsorten

und der Kopf und auch das Herz

hängt mit dran am Angstes-Schmerz.


Und Angst ist lähmend - wir wissen es alle

Genau wie Traditionen im Falle

dass sie nicht für (Zusammen)halt stehen -

sondern für blinden Erhalt, ganz ohne Verstehen.


Doch wenn sie uns feste Verlässlichkeiten

für die suchende Seele und ihre Gezeiten

für Herz und Geist und Körper bereiten -

so ist es von mir nicht mehr abzustreiten:


Traditionen soll man pflegen,

wenn sie uns im Wandel die Stützpunkte legen.

Nicht wenn uns blindlinks auf Standpunkten halten,

denn wir sind doch hier, um uns zu entfalten.


Der Sonntagsspaziergang

Der Freitagstreff

Der montagliche Strapaziergang zum Chef

Der Mädlsabend im Monatstakt

Und sonstiger Beziehungs-pflege-akt -

Kreiere und wahre dir alle diese "Kränzchen" -

wie wachstums-versprechende, nährende Pflänzchen.


"Tradition" stammt von "tradere" -

der Lateinischen Sprache in alle Ehre,

heißt es (über)geben und anvertrauen -

zwischen Herzen ne Brücke zu bauen.


Denn Traditionen sind konservativ -

doch ich verwende nun dieses Adjektiv

im guten Sinne - lass mich es erklären:

Denn "konservieren" heißt auch bewähren

was gut ist, und was unsere Herzen nährt

was ihnen Gefühl von zu Hause beschert.

Es heißt auch verbinden, zusammenhalten

und zu überwinden, was uns droht zu spalten.


Drum schafft und pflegt eure Traditionen

als Heimatsgefühl, das Herzen bewohnen


Denn moderne Denke muss nicht ausschließen

dass wir zusammen Traditionen genießen

Schließlich ist alles, was uns verbindet,

und "Pseudo-trennwände" überwindet,

höchste Schätzung und Wahrung wert -

egal ob neu-, oder alt-bewährt.




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