Für wen hältst du dich? (K)ein Anhaltspunkt.

Aktualisiert: 21. Dez 2020


VER-HALTEN - klingt unnatürlich und antrainiert - ist es auch:

Wir lernen uns richtig zu ver-halten und zu verhalten, wortwörtlich, was nicht ins Gesellschaftskorsett passt, was sie nicht für richtig hält. Statt aber uns selbst und gegenseitig zusammen-zuhalten, bringt uns Ver-halten, das nicht mit uns resoniert, weiter auseinander (siehe unten: Bedeutung des Präfix "ver-").

"Ver-halte dich angemessen,

statt eigene Maßstäbe zu setzen.

Ver-halte dich zurück-haltend -

und halte dich bloß nicht für was Besseres. Und derzeit besonders noch:

Halte Abstand."


Und dieses "Kleinhalten" sollen wir dann möglichst widerspruchslos und unhinterfragt einhalten. Wie ist deine Haltung dazu? Wie hältst du es mit dem Leben (aus)?

Zu oft sollen wir uns nur im beschränkten Horizont von Menschen auf-halten, weil diese es nicht aus-halten können, dass wir uns eigenständig, intuitiv, an unser Herz haltend verhalten.

Auch will ich dir nicht vor-enthalten: Wenn andere oder anderes ständig für dich her-halten muss, damit du nicht den Halt verlierst, ist das wirklich nicht nach-haltig.

Und wenn deine Grundhaltung über dich selbst meist von anderen bestimmt wird, indem du dich schön an ihre Regeln hältst (oder eben nicht), hältst du dich, dein innerstes Selbst, dann nicht vollkommen unvollkommen zurück?


Und ist das nicht hinterhältig? Dich durch deine eigene Selbst-enthaltsamkeit und außen-bestimmten Verhaltensregeln zurück-halten zu lassen?

Oder dich von anderen klein halten zu lassen?

All das aus dem Hinter-halt von Glaubensgewichten, die man sich selbst ans Bein kettet?

Es ist auch nicht nötig, andere unter-halten zu müssen, oder ständig selbst Unter-haltung zu suchen - denn so wird unter-halten zu runter-halten.


Kläre immer wieder deine Haltung zur Welt und dir selbst - sonst trainierst du dir, metaphorisch und tatsächlich, Fehl-haltungen an. Achte mal darauf, wie dein Körper deine seelischen Haltungen widerspiegelt:

Hast du eine starre, gekrümmte, verbogene oder aber eine über-flexible, unkontrollierte, selbst-entfremdete Haltung? Wo hast du an-haltende Verspannungen, von was lässt du dich an- und auf-halten?

Oder schenkst du dir täglich Ein-halt, um deine natürliche Haltung zu ergründen, zu stärken, auszugleichen, zu ent-spannen? Sie flexibel und doch

selbst-bestimmt zu gestalten?

Und lass es dir doch endlich egal sein, was andere von dir halten.

Wieso gibst du dich überhaupt in ihre Hände? Hältst du dich selbst nicht mehr aus?

Andere können es nämlich scheinbar nicht aus-halten, wenn du nichts von eben dem hältst, was sie für richtig halten. Oder ihnen vorhältst, wovon sie insgeheim unterbewusst zurück gehalten werden.


Wir enthalten uns mit derartiger Zurückhaltung dem vollem Wahrheits-gehalt des Lebens mit seiner unaufhaltsamen Energievielfalt aus der einen ewigen Quelle. Statt dessen sollten wir zusammen und uns einander Einhalt gewähren, Halt geben und uns gegenseitig dazu anhalten, wieder mehr (über) uns selbst zu halten.

Denn sich zu enthalten statt zu entfalten - das halte ich für ziemlich gehaltlos.

Also geh halt los. Geh haltlos los und lass dich von niemandem anketten und zurückhalten - dann kann dich nichts mehr aufhalten. Nur so lebst du nach-haltig reich-haltig.

Lass dies deinen wichtigsten Anhaltspunkt sein:

Der einzige Halt den du brauchst ist -

- Inne-halten

- dich im Jetzt aufhalten und

- dich für dich selbst halten und (er)tragen, denn

- für wen sonst hältst du dich?

Lebe für ein erfülltes Herz das nachhallt, nicht für ein Gehalt, das herzlich gefüllt ist.

Es lohnt sich nicht, im Leben zurückhaltend zu sein.

Du bist kein An-halts-punkt, sondern eine Ein-halts-welle, aus dir, aus Gott, aus der ewigen Quelle. Was hältst du davon?

QUELLE: https://www.dwds.de/wb/ver-



ZITAT ZUM THEMA



16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen