Fomo-Falle.

Aktualisiert: 23. Dez 2020




Ach wär ich doch, ach hätt ich bloß,

da draußen ist doch so viel los.

Zu viel gäbs, nur Zeit zu wenig

am Ende mach ich vieles eh nicht.


Entscheidungen sind mir nie leicht gefallen,

zu sehr gefallen soll mir das Ergebnis.

Die Auswahl, so soll es, das beste von allen

ergeben - ein maximal-tolles Erlebnis!


Denn grade wenn man ernüchtert erkennt

wie die Zeit einem am A* vorbei rennt

keimt in uns das Fomo-Gewissen -

es hat sich im "Müsste" und "Wäre" verbissen:

Gesundes Essen, Fitness, Sport,

Reisen - stets ein neuer Ort!

Und dann noch die Freund- und Familiencrew

Bei manchen noch Haustier und Partner dazu

Auch Kreativsein sollst du täglich -

doch scheiterst am Versuch oft kläglich.


Die (Online)welt schickt Züge los,

ein jeder ruft dich aufzuspringen.

Auf welchen, wann, mit wem doch bloß?

Auf simultan viele, wie soll das gelingen?


So spricht zu uns das Fomo-gewissen,

gleich neben dem weichen Komfort-kissen.

Die Hummeln im Hintern sie summen wieder,

brummen dir piksende Konjunktiv-lieder.


Die Zeit hier auf Erden

will optimiert werden

durch maximieren und perfektionieren

das Fomo-Monster eliminieren.


Kein Wunder, wenn uns oft der Kragen platzt

so gierig und voll wie wir ihn uns stopfen.

so fokussiert wir oftmals sind

nicht aufs Herzen berühren sondern Schultern klopfen.


Und wenn man alles auf einmal erstrebt

auf allen Hochzeiten zur gleichen Zeit tanzt

Dann, denk ich, erst Recht, dass man erlebt

Zerstreutheit und Wertediskrepanz.


Denn ohne authentisches Werteverständnis

fehlt dir am Bahnhof des Lebens Erkenntnis Jene, die du brauchst um zu wissen,

welche

Züge zu nehmen und welche zu missen

Auf welche lohnt es sich aufzuspringen

oder ziehen zu lassen, nicht zu erzwingen

sogar gerne verpassen -

denn vor allen Dingen


Lernst du deine Richtung und Zeit zu schätzen.

Lernst weiter zu kommen, ohne zu hetzen .

Lernst ohne Reue die Fahrt zu ehren .

Lernst Treue zu dir, und in dich zu kehren.

Lernst

Möglichkeiten sind stets unendlich

nicht immer gleich, nicht selbstverständlich

doch welche und wann zu selektieren

liegt ganz bei dir sie zu realisieren.


Nun kannst du erkennen -

dass verwehren nicht heißt

dass man sich vor Chancenzüge schmeißt - nein

vielmehr weißt du - auf allen Wegen

kannst du dir deine Schienen legen

Ne Umleitung setzen zu nötiger Zeit

Wenn das Leben nach Richtungs-Adaption schreit.


Du bist angekommen, wenn du bei dir bist.

Und streng genommen, verpasst du nichts

im Jetzt macht Fomo für dich keinen Sinn -

denn bewusst, jetzt, mit dir - gehörst du hin.


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